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Diakonissen im Stift Bethlehem

Die Diakonissen des Stift Bethlehem 2014

Im Jahr 2016 feiert das Stift Bethlehem mit verschiedenen Veranstaltungen den 200. Geburtstag von Helene von Bülow. Sie erkannte als fromme und gleichermaßen charismatische junge Frau die Notwendigkeit, dass es zur christlichen Verantwortung gehört, dem sozialen Elend in der Mitte des 19. Jhd. mit eigenem Engagement zu begegnen.

Gegen den Willen der Eltern ließ sie sich in Kaiserswerth zur Diakonisse einsegnen und gründete

nach ihrer Rückkehr mit ihrem eigenen Vermögen ein kleines Kinderkrankenhauses in Ludwigslust. 

Nicht zuletzt durch die vertrauensvolle Bindung zur Familie des Großherzogs konnte sich die junge Stiftung stetig vergrößern. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Johanniterorden ermöglichte zudem den Bau eines Krankenhauses, das in den 1920iger Jahren durch einen großen Neubau ergänzt wurde. Zum Krankenhaus gehörte ebenfalls eine Ausbildungstätte, in der bis heute junge Menschen in Pflegeberufen ausgebildet werden.

Seit 1915 nimmt die Zahl der Diakonissen "alter Ordnung" ab, die Verbindung zur Kaiserswerther Tradition bleibt aber erhalten. Gemeinsam mit befreundeten Diakonissenhäusern und dem Kaiserswerther Verband sucht das Stift nach neuen Wegen und Formen, die Verknüpfung zwischen der diakonischen Arbeit und dessen geistlichem Fundament lebendig bleiben zu lassen. 

Feierabendhaus der Diakonissen

Im Sommer 2010 wechselte die letzte Oberin in den Feierabend. Eine Wiederbesetzung des Amtes ist zunächst nicht vorgesehen. Heute leben in dem Feierabendhaus "Ina-von-Bassewitz" fünf Diakonissen. Mit ihrer Tracht sind sie nach wie vor sichtbares Zeichen eines Lebensentwurfs, der sich mit seiner ganzen Person der tätigen Nachfolge Jesu Christi einbringt.

Die geistliche Betreuung der Feierabenddiakonissen wird durch Pastorin Andrea Stobbe wahrgenommen, die auch den engen Kontakt in die Schwesternschaften des Kaiserswerther Verbandes hält. Die hauswirtschaftliche Verantwortung trägt Frau Sabine Gieselmann.